Auf der MICCAI 2025 in Daejeon, Südkorea, stellte Leonard Klausmann am Freitag, den 26. September, die Arbeit zu Do-It-Yourself Infrastrukturen für Biomedical Image Analysis Challenges vor.
Biomedical Challenges haben sich als Standard etabliert, um neue Datensätze zu veröffentlichen und Algorithmen vergleichbar zu machen. Häufig werden diese jedoch über kommerzielle Cloud-Plattformen ausgerichtet, was Einschränkungen bei Flexibilität, Kosten und Datenkontrolle mit sich bringen kann.
Das vorgestellte Konzept beschreibt einen Blueprint für selbst gehostete Challenge-Plattformen, die auf
- modularer, containerisierter Docker-Architektur,
- Open-Source-Identity-Management und
- automatisierten Workflows zur Lösungsevaluation
setzen. Ziel ist eine kosteneffiziente, datensouveräne und DSGVO-konforme Infrastruktur, die zuverlässig und sicher betrieben werden kann.
Als Proof of Concept wurde die PhaKIR Challenge auf der MICCAI 2024 präsentiert, bei der internationale Teams ihre Lösungen erfolgreich über die selbst gehostete Plattform einreichen und validieren konnten. Diese Referenzimplementierung mit Guidelines ist frei verfügbar auf Github zu finden. Der Gewinn für die Community wurde als so hoch eingeschätzt, dass das MICCAI Paper besonders gut bewertet und mit early accept angenommen wurde.
Leonard Klausmann, technischer Referent des RCBE und RCHST und Doktorand am PZAI, war für die Konzeptionierung und Implementierung der PhaKIR Challenge Plattform verantwortlich. Die PhaKIR Challenge selbst war eine Teamleistung von ReMIC @ OTH Regensburg unter Federführung von Tobias Rückert in Zusammenarbeit mit David Rauber, Raphaela Märkl, Sümeyye R. Yildiran, Max Gutbrod und Christoph Palm.
